Wundzentrum Mölln-Ratzeburg eröffnet: schnelle Anschlussversorgung nach dem Krankenhaus
Das neue Angebot der PNHL Wundversorgung GmbH sichert Menschen mit chronischen und schwer heilenden Wunden eine schnelle, wohnortnahe und qualitätsgesicherte Anschlussversorgung – auch direkt nach einem Krankenhausaufenthalt.

Maik Vonau, Norbert Brackmann, Ingo Schäper und Dr. med. Monika Schliffke (v. l. n. r.) bei der Eröffnung des Wundzentrums Mölln-Ratzeburg. Foto: Anne Schwandt
Das Wundzentrum Mölln-Ratzeburg im Wasserkrüger Weg 7 ist am Montag, 14. September 2026, feierlich eröffnet worden. Träger ist die PNHL Wundversorgung GmbH, ein Tochterunternehmen des Praxisnetzes Herzogtum Lauenburg (PNHL). Fachpflegekräfte und zertifizierte Wundtherapeut:innen versorgen dort Menschen mit chronischen und schwer heilenden Wunden – von der diabetischen Fußwunde über das Ulcus cruris und den Dekubitus bis hin zu Tumorwunden und postoperativen Wundheilungsstörungen.
Versorgung im Zentrum – und bei Bedarf zu Hause
Behandelt wird in erster Linie im Wundzentrum selbst, in spezialisierten Behandlungsräumen mit erfahrenen Fachpflegekräften. Lässt die individuelle Situation der Patient:innen das nicht zu, etwa bei stark eingeschränkter Mobilität oder Bettlägerigkeit, erfolgt die Versorgung auch in der Häuslichkeit. Die Entscheidung richtet sich allein danach, was medizinisch und persönlich sinnvoll und umsetzbar ist. Die Versorgung umfasst auch Wochenenden und Feiertage – Patient:innen müssen dafür nicht mehr die KV-Anlaufpraxis aufsuchen.
Warum Brüche in der Versorgung so schwer wiegen
Gerade bei chronischen Wunden wiegen Brüche in der Versorgung besonders schwer: Sie bedeuten für die Betroffenen mehr Schmerzen und längere Heilungszeiten, führen zu vermeidbaren Wiederaufnahmen und im schlimmsten Fall zu einer Amputation. Genau an dieser Stelle setzt das Wundzentrum an – es vernetzt ambulante und stationäre Versorgung, Facharztmedizin und Pflege zu einer durchgängigen Behandlungskette.

Entlastung für Praxen, Kliniken und Pflegedienste
Verbandwechsel, Verlaufskontrollen, Dokumentation und Materialorganisation übernimmt das Wundzentrum. Die Therapiehoheit bleibt bei den behandelnden Ärzt:innen. Die Behandlung folgt einheitlichen, leitliniengerechten Standards. Patient:innen, Angehörige sowie zuweisende Praxen und Kliniken können Termine unkompliziert online buchen; für die Erstberatung bietet das Wundzentrum zusätzlich Videosprechstunden an.

Stimmen zur Eröffnung
„Eine optimale Wundversorgung sowie ein modernes Wundmanagement, welches einen ganzheitlichen Blick auf die Versorgungssituation wirft, steht für unsere Versicherten im Mittelpunkt bei chronischen und schwer heilenden Wunden. Eine zeitnahe und professionelle Versorgung sorgt für eine rasche Abheilung entsprechender Wundbilder.“
„Ich erlebe beide Seiten täglich: als Chirurg und als Krankenhausgeschäftsführer sehe ich, wie gut eine Operation gelingen kann – und wie schnell das Ergebnis verloren geht, wenn die Wundversorgung nach der Entlassung nicht nahtlos weiterläuft. Genau diese Lücke schließt das Wundzentrum.“
„Wer chronische Wunden gut versorgen will, muss über Sektorengrenzen hinweg denken. Genau dafür haben wir das Praxisnetz Herzogtum Lauenburg gegründet: damit Praxen, Kliniken und Pflege nicht nebeneinander, sondern miteinander arbeiten. Das Wundzentrum zeigt, dass aus dieser Gründungsidee inzwischen gelebte Versorgungsrealität geworden ist – wohnortnah, qualitätsgesichert und verlässlich erreichbar.“
„Wir haben das Wundzentrum so aufgebaut, dass es im Alltag funktioniert: eine feste Anlaufstelle, verlässliche Erreichbarkeit an 365 Tagen im Jahr, klare Abläufe für Zuweisung und Entlassung und ein Team, das den Fall vollumfänglich steuert.“
„Für Mölln ist das ein Gewinn: Menschen mit schweren Wunden müssen für eine spezialisierte Behandlung nicht mehr weit fahren. Wohnortnahe Gesundheitsangebote sind ein wichtiger Teil der Daseinsvorsorge in unserer Stadt.“
„Der Kreis Herzogtum Lauenburg profitiert von Strukturen, die ambulante und stationäre Versorgung zusammenführen. Das Wundzentrum stärkt die medizinische Versorgung im ländlichen Raum und entlastet zugleich die Kliniken.“
Termin vereinbaren
Patient:innen, Angehörige und Zuweisende buchen Termine online; die Erstberatung ist auch per Videosprechstunde möglich.
