Behandlungsspektrum

Welche Wunden behandeln wir?

Nicht jede Wunde heilt von allein. Wenn eine Wunde länger als sechs Wochen offen bleibt, sich entzündet oder nach einer Operation nicht richtig schließt, sind wir die richtige Anlaufstelle. Hier finden Sie eine übersichtliche Übersicht aller Wundarten, die wir im Wundzentrum Mölln-Ratzeburg versorgen.

Wundheilungsstörungen nach Operationen

Wenn eine Naht aufgeht, die Wunde sich entzündet oder tiefes Gewebe nicht von allein wieder schließt.

  • Aufgegangene oder infizierte OP-Nähteauch Wundheilungsstörung genannt
  • Abszesswundenz. B. nach Spaltung im Gesäß-, Achsel- oder Afterbereich
  • Freiliegende Fistelgängelange, komplexe Wundkanäle
  • Tiefe OP-Defektesekundär heilende Wunden mit Gewebeverlust
  • Ambulante VakuumtherapieUnterdruck-Wundtherapie (NPWT) zum Ausholen oder Abdichten

Chronische Wunden

Wunden, die länger als 6 Wochen offen sind oder immer wiederkehren – oft durch Durchblutungsstörungen, Zuckerkrankheit oder dauerhaften Druck.

  • Offenes BeinUlcus cruris – venös, arteriell oder gemischt verursacht
  • Diabetischer FußWunden bei Zuckerkrankheit, alle Schweregrade
  • DekubitusDruckgeschwüre ab Grad 2 bis Grad 4

Sonderformen & Spezialindikationen

Seltenere oder komplexe Wunden, die eine gezielte, oft langfristige Behandlung brauchen.

  • Hidradenitis Suppurativa (HS oder Akne Inversa)nach größerer chirurgischer Entfernung
  • Verbrennungen & Verbrühungenambulante Heilungsbegleitung und Narbenpflege
  • Tumorwundenpalliative, schonende Wundversorgung
  • Posttraumatische WundenWunden nach Unfall, Geweberissen oder infizierten Defekten
  • StrahlenulkusGewebezerfall nach Bestrahlung

Was wir nicht primär behandeln

  • Frische, primär verschlossene OP-Nähte, bei denen nur der Faden gezogen werden soll
  • Akute Notfälle wie frische Verletzungen oder starke Blutungen – diese gehören direkt in die Klinik- oder Praxisambulanz